FloodJustice gestartet: Forschung zu Gerechtigkeit im Hochwasserrisikomanagement

Hochwasserereignisse stellen Regionen zunehmend vor große Herausforderungen – nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich. Das Verbundprojekt FloodJustice setzt genau hier an und analysiert, wie gerecht Hochwasserrisiken, Schutzmaßnahmen sowie damit verbundene Lasten und Nutzen verteilt sind. Untersuchungsraum ist das Einzugsgebiet der Rur mit gut 1,1 Millionen Einwohner*innen.
Im Fokus stehen unterschiedliche Dimensionen von Ungleichheit, darunter räumliche Unterschiede zwischen Ober- und Unterliegern, Verteilungsfragen zwischen Kommunen, die Flächen für den Hochwasserschutz bereitstellen, und jenen, die davon profitieren, sowie soziale Ungleichheiten zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Auf Grundlage umfassender Analysen wird ein wissenschaftlich fundierter „Gerechtigkeitscheck“ entwickelt, mit dem solche Ungleichheiten systematisch identifiziert, bewertet und in Entscheidungsprozesse integriert werden können.
Ein zentrales Element von FloodJustice ist die enge Zusammenarbeit mit regionalen Praxispartner*innen. Gemeinsam werden Ausgleichsmechanismen und Maßnahmen zur gerechteren Verteilung von Lasten und Nutzen im Hochwasserschutz erarbeitet und in ausgewählten Piloträumen erprobt. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zu einer sozial gerechten, akzeptablen und langfristig umsetzbaren Klimaanpassung auf regionaler Ebene.
FloodJustice ist ein Verbundprojekt des Lehrstuhl Regionalentwicklung und Risikomanagement (TU Dortmund), des Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft (RWTH Aachen), der StädteRegion Aachen (SRA) und des Wasserverbands Eifel-Rur (WVER). Das Projekt wird im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW 2021–2027 kofinanziert durch die Europäische Union und das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.



