Klimaresilienz durch naturbasierte Lösungen und Raumplanung: Großes Interesse beim ALBATROSS-Webinar

Ziel des Programms ist es, vulnerable Gemeinschaften in fünf afrikanischen Ländern zu befähigen, über traditionelle Bewältigungsmechanismen hinauszugehen, die vielerorts angesichts zunehmender Klimaextreme nicht mehr ausreichen. Durch die Kombination von NbS mit datengestützten Klimadiensten werden lokale Akteure dabei unterstützt, die Ernährungs-, Wasser- und wirtschaftliche Sicherheit zu stärken.
Das Webinar umfasste drei Fachvorträge:
- Prof. Wilbard Kombe (Ardhi University, Tansania) zeigte anhand von Erkenntnissen aus Daressalam, wie NbS zur Klimaanpassung und Katastrophenvorsorge beitragen können. Er betonte, dass NbS nur dann wirklich wirksam sein können, wenn sie direkt mit städtischen Flächen- und Planungssystemen verknüpft sind.
- Dorcas Owusuaa Agyei (IUCN Ghana) stellte praxisnahe Beispiele für NbS in der Landwirtschaft vor, darunter die Nutzung organischer Abfälle zur Kompostherstellung und der Einsatz von NbS-Produkten im Schädlingsmanagement, und skizzierte dabei wichtige Kriterien für deren erfolgreiche Umsetzung.
- Prof. Stefan Greiving (RER, TU Dortmund) konzentrierte sich auf die Rolle der Raumplanung und zeigte auf, wie „No-Regret“-Maßnahmen wie Tiny Forests Hitzestress reduzieren und Wiederaufforstung Hochwasser mindern können. Gleichzeitig machte er auf die Herausforderungen aufmerksam, die mit der Umsetzung von NbS auf privaten Flächen verbunden sind, und sprach sich gezielt für politische Instrumente und Förderprogramme aus.
Die Vorträge mündeten in eine angeregte Diskussion über Chancen und Herausforderungen von NbS in der nachhaltigen Landwirtschaft sowie über die Bedeutung der Einbindung privater Flächeneigentümer*innen.
Das von der Europäischen Union finanzierte ALBATROSS-Projekt verfolgt das Ziel, die Klimaanpassung in Subsahara-Afrika durch innovative und nachhaltige Strategien auf Basis naturbasierter Ansätze und nutzbarer Klimainformationen voranzubringen. Mit diesem ersten Webinar wird ein Netzwerk lokaler Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aufgebaut, das künftig eigenständig Klimaresilienzmaßnahmen vor Ort umsetzen kann.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Koordinatorin des Kapazitätsaufbauprogramms „Training for Trainers“: genet.alem@tu-dortmund.de.




