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Fakultät Raumplanung

TRIALOG Konferenz

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Resiliente Transformationen im Stadtrandbereich und nachhaltige Landverwaltung: Aktuelle Diskurse, Dynamiken und Gover­nance-Ansätze zur Bewältigung drastischer sozio-räumlicher Veränderungen

Aufruf zur Einreichung von Konferenzbeiträgen

Die Forschungsgruppe „Regionalentwicklung und Risikomanagement“ (RER) am Lehrstuhl für Raumplanung der Technischen Universität Dortmund lädt Sie herzlich ein, sich an der Ausschreibung für Konferenzbeiträge zur TRIALOG-Konferenz 2026 zu beteiligen.

Die Periurbanisierung, ein globales Phänomen, das durch rasantes städtisches Wachstum, schwache Regierungsführung und unerschwingliche Wohnkosten angetrieben wird, schafft Übergangs-Hotspots der Landumwandlung. Diese Gebiete zeichnen sich durch gemischte Landnutzung, konkurrierende Ansprüche, institutionelle Fragmentierung und soziale Marginalisierung aus. Zu den ökologischen Folgen zählen der Verlust von Ackerland, die Fragmentierung von Lebensräumen, Hochwasserrisiken und Wasserknappheit. Dennoch fördern periurbane Regionen durch hybride Regierungsführung auch Innovationen.

Sich überschneidende formelle und informelle Institutionen führen zu rechtlichen Unklarheiten – z. B. widersprüchliche städtische und ländliche Flächennutzungspläne –, was zu unsicheren Besitzverhältnissen, in­for­mellen Siedlungen und Benachteiligungen marginalisierter Gruppen führt. Stadtrandgebiete sind für die Resilienz von entscheidender Bedeutung, da sie „essbare grüne Infrastruktur“ wie Nahrungsmittelproduktion, Hochwasserschutz und Korridore für die Biodiversität bieten.

Ein resilientes Rahmenwerk muss städtisches Wachstum, ländliche Lebensgrundlagen, Ökosysteme und Gerechtigkeit in Einklang bringen. Dies erfordert den Übergang von einer statischen Flächennutzungsplanung hin zu einer adaptiven, polyzentrischen Gover­nance. Zu den Schlüsselelementen gehören partizipative Kartierung von Landrechten, flexible Instrumente für die stadtnahe Landwirtschaft, sektorübergreifende Koordination und die Anerkennung informeller Akteure als legitime Interessengruppen. Das Rahmenwerk sollte dynamische Veränderungen und komplexe Interaktionen zwischen den Akteuren erfassen.

Daher sind Beiträge zu folgenden Themen willkommen:

  • Track I. Definition des Begriffs „städtischer Randbereich“ / „Periurbanisierung“ – eine theoretische Perspektive zur Kontextualisierung und Lokalisierung des städtischen Randbereichs und der Periurbanisierung im Rahmen der territorialen Gover­nance.
  • Track II. Dynamiken der Periurbanisierung – Analyse der zugrunde liegenden Triebkräfte periurbaner Wachstumsmuster in Bezug auf Landnutzungsänderungen, demografische Verschiebungen, Infrastruktur und die Entwicklung periurbaner Wirtschaftssysteme, einschließlich Fallstudien oder vergleichender Analysen der Auswirkungen auf Lebensgrundlagen und natürliche Ökosysteme in verschiedenen Regionen.
  • Track III. Gover­nance-Rahmenwerke für eine resiliente periurbane Entwicklung – Untersuchung von Land-Gover­nance und insbesondere von Landmanagement-Rahmenwerken für eine nachhaltige periurbane Entwicklung. Zu den wichtigsten Diskussionsthemen gehören Planungsinstrumente und -mechanismen zur Antizipation, Bewältigung und Steuerung von Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen sowie die Rolle verschiedener Akteure – Kommunalverwaltungen, Privatwirtschaft, Zivilgesellschaft und Gemeinden – bei der Planung und Steuerung des Wandels in Stadtrandgebieten.

Eine Auswahl der Konferenzbeiträge wird für die Veröffentlichung in einem Sammelband und einer Sonderausgabe des TRIALOG Journal in Betracht gezogen.

Wichtige Termine

30. Juni 2026: Einreichungsfrist für Abstracts
31. Juli 2026: Benachrichtigung über die Annahme

1. Oktober 2026: Beginn der Anmeldung
31. Oktober 2026: Einreichungsfrist für Beiträge

16. – 17. November 2026: Konferenz

Formular für die Zusammenfassung eines Konferenzbeitrags