Gastwissenschaftler Xu Rui forschte bei RER zur Klimaresilienz urbaner Infrastrukturen
Städte weltweit sehen sich zunehmend mit den Auswirkungen des Klimawandels konfrontiert. Häufigere und intensivere Hitzewellen, Überschwemmungen, Dürren und Sturmereignisse setzen urbane Infrastrukturen unter wachsenden Druck und machen die Grenzen traditioneller Planungsansätze deutlich. Die Stärkung urbaner Resilienz ist daher zu einer zentralen Voraussetzung geworden, um langfristige Stadtentwicklung zu sichern und die Funktionsfähigkeit öffentlicher Infrastrukturen zu gewährleisten.
Während seines Forschungsaufenthalts bei RER beschäftigte sich Xu Rui mit der räumlichen Resilienz urbaner Infrastrukturen im Kontext des Klimawandels, insbesondere in schnell wachsenden Metropolregionen in China. Große Städte wie Beijing, Tianjin, Shanghai, Guangzhou und Chongqing entwickeln derzeit zunehmend polyzentrische Raumstrukturen. Gleichzeitig bestehen weiterhin Herausforderungen in der räumlichen Koordination und der Anpassungsfähigkeit kritischer Infrastrukturen.
Ziel seiner Forschung ist es, diese Herausforderungen durch verbesserte Methoden zur Beobachtung und Bewertung der Resilienz urbaner Infrastruktursysteme zu adressieren. Dazu kombiniert das Projekt Katastrophenszenarien-Modellierung, urbane Diagnostik sowie räumliche Vulnerabilitätsanalysen, um ein Analysekonzept zu entwickeln, das eine detailliertere und räumlich differenzierte Bewertung klimabedingter Risiken ermöglicht.
Die Forschung entstand in Kooperation zwischen der Tongji University und der Forschungsgruppe Regionalentwicklung und Risikomanagement der TU Dortmund und knüpft zugleich an die internationale Agenda des Urban-Act-Projekts an. Die Ergebnisse sollen zur Weiterentwicklung klimaangepasster räumlicher Planungsstrategien in China beitragen und zeigen, wie internationale Forschungskooperationen neue Wege zur Stärkung langfristiger urbaner Resilienz eröffnen können.





