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Fakultät Raumplanung

RER beim World Planning Schools Congress (WPSC) 2026 in Helsinki

Veranstaltungsort © Tanja Schnittfinke​/​RER
Veranstaltungsort
Zahlreiche Beiträge aus dem Lehrstuhl auf internationaler Planungskonferenz präsentiert

Mit insgesamt zwölf wissenschaftlichen Beiträgen beteiligten sich die Mitarbeitenden des Lehrstuhls Regionalentwicklung und Risikomanagement (RER) am World Planning Schools Congress (WPSC) 2026 in Helsinki. Die Konferenz zählt zu den wichtigsten internationalen Veranstaltungen der Planungswissenschaften und brachte rund 1600 Forschende aus aller Welt zusammen, um aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der räumlichen Planung zu diskutieren.

Die Beiträge des RER spiegelten die thematische Vielfalt der Forschungsaktivitäten am Lehrstuhl wider. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf Fragen der Klimaresilienz, des Hochwasserrisikomanagements und der Kritischen Infrastrukturen. So wurden unter anderem neue Ansätze zur Analyse von Kaskadeneffekten in Krisensituationen, zur Resilienz Kritischer Infrastrukturen in hochwassergefährdeten Regionen sowie zur Sicherung der medizinischen Versorgung bei Extremwetterereignissen vorgestellt. Die Präsentationen von Tanja Schnittfinke, Marisa Fuchs, Jennifer Oriwol, Matthias Zimny, Marius Ehrmann und Oskar Paßlick zeigten dabei aktuelle Forschungsergebnisse u. a. der Projekte icolma, KRITIS-Dialog und Grün4KRITIS zu Krisenvorsorge, Risikobewertung und regionaler Resilienz.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Fragen der klimaangepassten Stadt- und Regionalentwicklung. Wiriya Puntub und Wolfgang Scholz präsentierten aus dem Urban Act-Projekt vergleichende Forschung zu Gover­nance-Ansätzen für integrierte urbane Klimaresilienz in asiatischen Städten sowie Ergebnisse aus der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, kommunalen Planungsverwaltungen und Bewohner*innen in den Philippinen. Letzteres spiegelt auch den studentischen Workshop im Rahmen eines F-Projektes wider. Darüber hinaus diskutierte Wolfgang Scholz im Rahmen eines Roundtable die Frage, wie Planungsstudierende im Rahmen der Curricularentwicklung besser auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereitet werden können.

Auch die Umsetzung naturbasierter Lösungen (Nature-based Solutions, NbS) spielte auf dem Kongress eine wichtige Rolle. Peter Davids und Sophie Holtkötter stellten gemeinsam mit internationalen Projektpartner*innen Ergebnisse aus aktuellen Forschungsarbeiten des Land4Climate-Projekts zu Strategien und Herausforderungen bei der Umsetzung von NbS auf privaten Flächen vor. Ergänzt wurden diese Beiträge durch Unter­suchungen zu klimainduzierten Umsiedlungsprozessen und dem Umgang mit Motivationen und Widerständen von Grundeigentümer*innen.

Die starke Präsenz des Lehrstuhls auf dem WPSC 2026 unterstreicht die internationale Sichtbarkeit der Forschung zu Klimaresilienz, nachhaltiger Stadt- und Regionalentwicklung sowie Risikomanagement. Zugleich bot die Konferenz zahlreiche Möglichkeiten zum fachlichen Austausch und zur Vertiefung bestehender internationaler Kooperationen.