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Fakultät Raumplanung

Förderbescheid für Verbundprojekt FloodJustice übergeben

Förderbescheidübergabe an FloodJustice, v.l.n.r. Minister Oliver Krischer, Marisa Fuchs (TU Dortmund), Arno Hoppmann (Wasserverband Eifel-Rur); © MUNV NRW/Christ © MUNV NRW​/​Christ
Förderbescheidübergabe an FloodJustice, v.l.n.r. Minister Oliver Krischer, Marisa Fuchs (TU Dortmund), Arno Hoppmann (Wasserverband Eifel-Rur); © MUNV NRW/Christ
Feierlicher Projektauftakt im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW

Am 13. Juli 2026 erhielt das Verbundprojekt FloodJustice im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV NRW) in Düsseldorf offiziell seinen Förderbescheid. Übergeben wurde dieser im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung durch Minister Oliver Krischer.

FloodJustice wird im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW 2021–2027 gefördert, kofinanziert durch die Europäische Union und das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Insgesamt wurden sechs innovative Projekte mit einem Fördervolumen von knapp 12 Millionen Euro ausgezeichnet, die Beiträge zu Klimaanpassung, Nachhaltigkeit und regionaler Transformation leisten. Zu den weiteren geförderten Vorhaben gehören IndiKlimA, Klimaresiliente Regionen OWL, KreisEL, AziBauM (Allianz zirkuläres Bauen Münsterland) und Circular.NiederRhein.

Im Rahmen der Veranstaltung stellte jedes Verbundprojekt seine Ziele und geplanten Arbeiten in einem kurzen Pitch vor.

Gerechtere Hoch­wasser­vorsorge im Einzugsgebiet der Rur

Das Verbundprojekt FloodJustice untersucht, wie sich Hochwasserrisiken und sozial-ökologische Ver­wund­bar­keit räumlich erfassen und bewerten lassen und wie Aspekte der Gerechtigkeit künftig systematisch im Hochwasser­risiko­management berücksichtigt werden können.

Gemeinsam entwickeln die Projektpartner einen GIS-gestützten Ansatz, der neben der Hochwassergefährdung auch sozial-ökologische Vulnerabilität sowie potenzielle Sekundärgefährdungen berücksichtigt. Darauf aufbauend entsteht ein Gerechtigkeitscheck, mit dem sich analysieren lässt, ob Hochwasserrisiken und Schutzmaßnahmen räumlich und gesellschaftlich gerecht verteilt sind oder einzelne Gemeinden und Bevölkerungs­gruppen unverhältnismäßig belastet werden.

Die Projektergebnisse sollen Kommunen, Wasserwirtschaft und weitere Akteur*innen dabei unterstützen, Hochwasserschutzmaßnahmen künftig nicht nur wirksam, sondern auch nachvollziehbar und gerecht zu gestalten.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

FloodJustice ist ein Verbundprojekt der TU Dortmund, der RWTH Aachen, der StädteRegion Aachen sowie des Wasserverbands Eifel-Rur. Im Projekt werden Kompetenzen aus der Raumplanung, Wasserwirtschaft und Risikoforschung gebündelt, um neue wissenschaftliche Grundlagen für eine klimaresiliente und gerechte Hoch­wasser­vorsorge zu schaffen.

EFRE Logokombination © Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
EFRE Logokombination
Bescheidübergabe an alle sechs Projekte © MUNV NRW​/​Christ
Bescheidübergabe an alle sechs Projekte